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Wertung: 7/10 Bereits im September vergangenen Jahres kündigte KAZÉ an, die ersten 111 Folgen sowie den 19. Film der beliebten Reihe um den kleinen Meisterdetektiv dieses Jahr auf DVD und Blu-ray zu veröffentlichen. Doch Fans dürfen sich mit dem TV-Special "Detektiv Conan: Das Verschwinden des Conan Edogawa ~Die zwei schlimmsten Tage seines Lebens~" auf ein ganz besonderes Schmankerl freuen, dass anlässlich des 20-jährigen Jubliäums des Mangas im Jahr 2014 in Japan erschien. Ich - Aki-chan86 - habe für euch das Special und seine Aufmachung einmal unter die Lupe genommen.

EindrückeBearbeiten

Die Blu-ray, deren Extras und Aufmachung selbst kommt wie der Film durchaus ein wenig nüchtern daher, im Gegensatz zu anderen und älteren Detektiv Conan-Filmen. Als Extras sind lediglich ein Wendecover und ein Poster vorhanden. So gibt es kein weiteres Bonusmaterial, wie ein Booklet, einen deutschen oder japanischen Werbetrailer für den Film oder ein Making Of, was für einen richtigen Fan jedoch recht schade ist. Hierzu muss jedoch gesagt sein, dass dies für eine solche Art von Special natürlich eher weniger zu erwarten wäre und es für den Publisher schwierig ist Extras aufzutreiben. Selbiges gilt auch für das Hauptmenü, dass ebenfalls etwas mehr ausgestaltet werden hätte können.

Technische DetailsBearbeiten

Dafür entschädigt aber dann der Film, der doch einen recht positiven Eindruck hinterlässt. Als wirklichen Pluspunkt kann man vor allem die hervorragende Synchronisation nennen, da sich der Sprechercast seit der Ausstrahlung der ersten Folge der Serie überhaupt nicht geändert hat. Dies stellt bei solch langjährigen Serien keine Selbstverständlichkeit dar, gibt es durchaus mit Dragonball Z Kai andere Beispiele, die zum Unmut der Fans führten, weil nicht alle alten Synchrosprecher verpflichtet werden konnten.

Auch die Mühe einen solchen Anlass wie das langjährige Bestehen der Reihe zu feiern merkt man dem Special deutlich an. Es überzeugt die vor allem auch hochwertige Optik, die doch meist in recht warmen und weichen Tönen und Zeichnungen gehalten ist und ich finde sie hebt sich auch von anderen mittlerweile an die über 20 Filmen deutlich ab. Sprachpuristen dürfen sich natürlich auch auf die Originalfassung freuen. Die Musik, die bewusst spärlich eingesetzt ist, tut ihr übriges, herausragend sind einige langsame melancholische Klavierstücke.

HandlungBearbeiten

Satte 15 Jahre ist es her, dass Detektiv Conan erstmals in Deutschland in Deutschland erstmals über den Bildschirm flimmerte. Trotzdem erscheint der kleine Meisterdetektiv im Film frisch wie eh und je. Es bedarf auch nicht viel großes Hintergrundwissen, weshalb er wirklich problemlos genossen werden kann. Natürlich ist es aber trotzdem von Vorteil, wenn man die Reihe und die Figuren einigermaßen gut kennt.

Der Film beginnt damit, dass einige Bomben in einem LKW gefunden wurden. Dessen Fahrer gibt bei der Polizei an, von dem legendären Auftragskiller Kondo angeheuert worden zu sein. Von einem Teil der Bomben fehlt jedoch jede Spur. Zur selben Zeit besucht Conan mit Ran und Ai ein öffentliches Bad, wo er auf zwei Männer aufmerksam wird, die sich doch sichtlich verdächtig wirken und etwas mit dem Fund zutun haben könnten. Bevor Conan etwas unternehmen kann, rutscht er im Bad aus, stößt sich den Kopf und verliert sein Gedächtnis. Die beiden Männer verschwinden mit dem Jungen unter dem Vorwand, ihn in ein Krankenhaus bringen zu wollen. Ai und Professor Agasa nehmen die Verfolgung auf. Gleichzeitig hat auch Kogoro Mori einen neuen Fall am Start, da er von einer Kundin beauftragt wird ihren Mann zu beobachten, weil dieser möglicherweise eine Affäre hat. Wie wohl die anderen dann ohne Conan in dieser Situation auskommen werden?

FazitBearbeiten

Die eigentliche Handlung des Films ist wie die Aufmachung eher nüchtern. Nur selten gibt es richtige Momente in denen der Film einen wirklich mitreißen kann, worin ich einen Schwachpunkt des Films sehe. Andererseits hebt ihn dies durchaus von anderen Conan-Filmen ab. Trotzdem ist der Film bei Weitem nicht negativ zu werten. Interessant ist aber vor allem die Erzählstruktur und vor allem, dass man zuerst nicht auf Schritt und Tritt Conan folgt sondern seinen Weggefährten wie Ai, Ran, Professor Agasa und Kogoro, die sich den Rätseln stellen. So kann man als Zuschauer einmal selbst rätseln. Nach und nach werden die Motive der Charaktere, auch seiner Nebencharaktere und das Ende dann aber doch aufgelöst, weswegen mir der Film deutlich positiv in Erinnerung bleibt. Das macht ihn dann doch wieder spannend, auch weil man nicht von Anfang an in Conans Gedankenwelt Einsicht hat, die einen doch von Beginn der langjährigen Reihe ständig begleiten. Zu viel soll an dieser Stelle dennoch nicht verraten werden.

Außerdem beweist der Einfall den Film nach einem realen Mysterium, nämlich dem spurlosen elftägigem Verschwinden von Agatha Christie im Jahr 1926 zu basieren, ziemlich viel Feingefühl und ist natürlich ein toller Fingerzeig zu den Wurzeln der Reihe.

Alles in allem recht gute aber leichte Unterhaltung für alle Conan- und Krimifans!