FANDOM


Fallende Stadt Header

Fallende Stadt - SynopsisBearbeiten

Morgan Stockhour lebt mit ihrer Familie auf Internment, einer schwebenden Stadt inmitten der Wolken. Menschen, die einen Blick über den Rand gewagt haben, sind für immer gezeichnet und so verbringen die Menschen ihr Leben in einer vom König geregelten Ordnung, die niemand hinterfragt. Niemand, außer Morgan. Nach dem Mord eines jungen Mädchens, entdecken Morgan, ihr Verlobter Basil und ihre beste Freundin Pen Geheimnisse, die ihr Weltbild und die bisherige Lebensweise aller völlig auf den Kopf stellen. Diese kleine heile Welt, voller Mythen und Göttergeschichten, geplanter Hochzeiten und Geburten, scheint perfekt zu sein. Doch ist es eine perfekt geordnete Gesellschaft oder doch eher Wahnsinn?

Eine Dystopie in poetischen WortenBearbeiten

Lauren DeStefano ist eine noch recht junge (*1984) Autorin, die sich besonders durch ihre Schreibweise abhebt und es schafft die Leser sehr schnell in den Bann ihrer Geschichten zu ziehen. „Fallende Stadt“ stellt den ersten Teil der Trilogie „Die Chroniken der Fallenden Stadt“ dar. Das Schöne für wahre Leseratten an dieser Trilogie ist, dass die Teile monatsweise veröffentlicht werden und so jahrelange Wartezeiten entfallen.

Bereits nach dem Lesen der ersten Zeilen war ich begeistert von der Poesie in der Schreibweise der Autorin. Der Anfang wirkt vielleicht etwas schwermütig, er lohnt sich aber, da die Stadt und seine Umgebung sehr detailliert beschrieben werden und ungefähr nach dem ersten Drittel die Geschichte richtig Fahrt aufnimmt. Mich erinnert die Geschichte auch sehr an „Elysium“ und „Die Tribute von Panem“: Die Stadt ist in mehrere Bereiche aufgeteilt, es gibt eine fürsorgende Mutter, die in ihrer eigenen Welt lebt, einen Zug der alle Sektionen der Stadt miteinander verbindet und einen König, der jeden entfernt, der ihm gefährlich werden könnte.

Vorlage:Zitat

Liebevoll ausgearbeitete Charaktere & NebengeschichtenBearbeiten

Die Geschichte ist aus Sicht von Morgan, der Hauptperson beschrieben. Man kann sich gut in sie und ihre Denk- und Handlungsweisen hineinversetzen, auch wenn ich zugeben muss, dass ich ihrer chaotischen, aber sehr liebevollen besten Freundin Pen ein Fünkchen mehr abgewinnen konnte. Das ist aber rein subjektiv und hat sicherlich auch damit zu tun, dass mir Morgan am Anfang einfach zu schüchtern und zurückhaltend war. Im Laufe der Geschichte entwickelt sich ihre Persönlichkeit aber immer stärker und so schaffte auch sie es, mich durch ihre Hilfsbereitschaft zu begeistern.

Nahezu alle Nebencharaktere sind so ausgezeichnet beschrieben, dass sie es verdient haben, zumindest kurz erwähnt zu werden:

  • Lex ist Morgans Bruder, ein Schriftsteller, der nach einem Blick über den Rand erblindet ist und sich trotz seiner oft miesen Laune stets für das Wohl seiner kleinen Schwester einsetzt und sie beschützen will.
  • Alice ist die fürsorgliche Freundin von Lex und leidet stark unter den Stimmungsschwankungen ihres Mannes. Sie musste aufgrund der strengen Regeln auf Internment eine Schwangerschaft abbrechen und dennoch lässt sie alles über sich ergehen und man will sie in vielen Momenten einfach nur in den Arm nehmen und ihr sagen, wie großartig sie ist.
  • Basil, der Verlobte von Morgan, ist das perfekte Gegenstück zu ihr. Er ist fürsorglich und rücksichtsvoll, stets um Morgans Wohl bedacht und unterstützt sie, obwohl er weiß, dass es eigentlich verboten ist, auch nur über die Welt unterhalb Internments nachzudenken.

Vorlage:Zitat

Ein souveräner Auftakt für die TrilogieBearbeiten

Die „Fallende Stadt“ ist ein sehr souverän geschriebenes Buch, und überzeugte mich besonders durch die hervorragende Storyline. Es dauert etwas, bis der Spannungsbogen seinen Höhepunkt erreicht, aber von da an geht es Schlag auf Schlag und es fällt schwer, das Lesen zu unterbrechen. Die Grundidee einer schwebenden Stadt lädt zum Fantasieren ein und das wirklich sehr ansehnlich gestaltete Cover unterstreicht dies. Das politische System ist zwar reine Fiktion, lässt einen aber dennoch über die Grundordnung der realen Welt grübeln:
Aufgrund der Größe von Internment, muss es eine Lösung geben, die eine Überbevölkerung verhindert: Geburten müssen jahrelang vorher genehmigt werden, Ehen werden bereits im Kindesalter festgelegt und auch der Tod ist klar geregelt.

„Fallende Stadt“ bildet einen sehr guten Auftakt für die Trilogie und so können wir nur gespannt bleiben, ob sich meine offene Fragen in den Folgebänden noch aufklären:
Wie ist Internment entstanden?
Warum dürfen die Menschen nicht zurück auf die Erde?
Wer hat die Regeln für Internment festgelegt?


Wenn ihr erfahren wollt, was hinter dem ominösen Mord steckt, was sich unter der schwebenden Insel verbirgt und man Internment irgendwie verlassen kann und wieso der König mit allen Mitteln versucht, alle aufzuhalten, die hinter sein Geheimnis kommen wollen, dann bleibt euch nichts weiter übrig, als euch dieses Buch zuzulegen.

Und für alle Unentschlossenen gibt es hier eine Leseprobe.


Avatar-AMLTony

Tony

Tony ist seit Mitte 2016 Mitglied im Entertainment-Newsteam. Er trägt sein Herz auf der Zunge und steht auf gut gemachte Filme und Serien. Er kann alle Soundtracks von Trickfilmserien der 90er auswendig mitsingen und zockt in seiner Freizeit gern MMOs. Wenn er nicht gerade am basteln ist oder einen neuen Videoblog aufnimmt, trefft ihr ihn hauptsächlich im Serien Wiki oder in der Community Deutschland.